Momentan ist der Entwurf zum Quest-Studiengang in der Vernehmlassung bei Kirchenleitungen, Pfarrvereinen, Pfarrkapiteln, Fakultäten und den Fachvereinen.
Positiv auf Quest hat der Zürcher Pfarrverein reagiert. Nun hat auch der Fachverein Religionswissenschaft und Theologie der Universität Zürich Stellung genommen.
Er habe das Quest-Konzept diskutiert und das Problem des sich abzeichnenden Pfarrpersonenmangels erkannt, wie er in einer Mitteilung vom 13. März schreibt. Er sei auch daran interessiert, seinen Teil zur Lösung des kirchlichen Personalproblems beizutragen. Der Fachverein sieht den Entwurf aber als theologisch nicht verantwortbar an und lehne ihn deshalb ab: «Der Quest und das bestehende theologische Vollstudium können in keiner Art und Weise als <gleichwertig> bezeichnet werden.»
Quest biete Quereinsteigern nicht genügend Zeit, sich ein reflektiertes theologisches Profil zu erarbeiten. Im Quest fehlten ausserdem einige wichtige theologische Themen, und er würde zu einem theologischen Qualitätsverlust führen. Darunter hätten insbesondere die Gemeinden, aber auch die Fakultäten, die Studierenden und die Quereinsteiger selbst zu leiden, wie der Fachverein weiter schreibt.