Krieg in der Ukraine

Zerstörter Staudamm: Heks leistet Soforthilfe

Das Hilfswerk Heks unterstützt die Betroffenen des zerstörten Staudamms im Süden der Ukraine mit 425’000 Franken. Diese mussten ihre Häuser wegen der Fluten verlassen.

Rund 20'000 Menschen sind von der Katastrophe betroffen: Die Zerstörung des Kakhovka-Staudamms im Süden der Ukraine hat dazu geführt, dass mehrere Dörfer und Gemeinden entlang des Dnepr vollständig oder teilweise überflutet wurden. Anwohner mussten wegen der Gefahr einer vollständigen oder teilweisen Überschwemmung ihre Häuser verlassen.

Das Hilfswerk Heks, das seit seit über einem Jahr im Süden der Ukraine humanitäre Hilfe leistet, hat Sofortmassnahmen im Umfang von 425'000 Schweizer Franken eingeleitet. Die Hilfe konzentriere sich auf Cherson und Kloblevo, wo die betroffenen Menschen vorübergehend in leer stehenden Schulen, Krankenhäusern und Zentren für intern Vertriebene untergebracht sind, schreibt das Heks in einer Mitteilung. Durch die Unterstützung werden demzufolge vorerst 3400 Personen Gutscheine für Kleidung, Mineralwasser, Nahrungsmittel, Hygieneartikel und Kochutensilien erhalten.

Die Situation vor Ort birgt enorme Risiken für die Zivilbevölkerung und die Helferinnen, da Landminen und nicht explodierte Munition in den Fluten treiben. Die Zerstörung des Staudamms dürfte auch längerfristige Auswirkungen haben: Es drohen Stromausfälle in der gesamten Region und rund 10'000 Hektare landwirtschaftlicher Nutzfläche sind allein in der Region Cherson von den Überschwemmungen betroffen. Dies könnte einen Nahrungsmittelengpass zur Folge haben. (eba)