Sonderverwaltung für Berner Kirchgemeinde Johannes

Der Kirchgemeinderat der Berner Johannes-Gemeinde ist nicht mehr beschlussfähig: Wegen interner Spannungen haben alle vier Mitglieder ihr Amt niedergelegt. Der Regierungsrat des Kantons Bern hat nun einen Verwalter eingesetzt.

Die besondere Verwaltung der Kirchgemeinde Johannes wurde vorerst bis Ende 2017 eingesetzt.
Die besondere Verwaltung der Kirchgemeinde Johannes wurde vorerst bis Ende 2017 eingesetzt. (Bild: Wikimedia/ref.ch)

Weil alle vier noch im Amt befindlichen Mitglieder des Kirchgemeinderats demissioniert haben, sieht sich der Berner Regierungsrat gezwungen, in der Kirchgemeinde Johannes eine besondere Verwaltung einzusetzen. Als Verwalter wurde der ehemalige Regierungsstatthalter von Thun, Anton Genna, eingesetzt, wie es in einer Mitteilung der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion (JGK) heisst. Genna werde mit den umfassenden Kompetenzen der Kirchgemeinderats ausgestattet und habe den Auftrag, die Aufgaben des Kirchgemeinderats vollumfänglich wahrzunehmen und seine Wiederbesetzung in die Wege zu leiten.

Langanhaltende Differenzen

Gemäss einem Bericht der Zeitung Der Bund gab es im Kirchgemeinderat schon seit längerem Probleme. Bereits Ende 2015 sei es zu Rücktritten gekommen, sodass der Rat zweitweise beschlussunfähig war. Über die näheren Gründe für die Differenzen wird von offizieller Seite Stillschweigen bewahrt. Im Kanton Bern ist der Kirchgemeinderat beschlussfähig, solange mindestens die Hälfte plus ein Mitglied im Amt ist. Dies war vor den Rücktritten gerade noch gewährleistet.

Die besondere Verwaltung wird vorerst bis Ende 2017 eingesetzt. Die Kosten dafür gehen zu Lasten der Kirchgemeinde Johannes.