Winterthur: Nachtruhe für Glocken der katholischen Kirchen

Die Anwohner der katholischen Kirchen in Winterthur können künftig mit offenem Fenster schlafen: Die Römisch-Katholische Kirchgemeinde hat sich bereit erklärt, zwischen 22 und 6 Uhr das Glockengeläut abzustellen. Rund ein Dutzend Lärmgeplagte hatten Lärmklagen eingereicht.


Bisher läuteten die Glocken der katholischen Kirchen auch nachts jede Viertelstunde – und störten damit den Schlaf vieler Anwohner. Mit der neuen «katholischen Läutordnung» wolle man zur Beilegung dieses Streits beitragen, schreibt die Kirche in einer Mitteilung.

Mit der neuen Läutordnung hält nun auch die katholische Kirche die polizeilich verordnete Ruhezeit zwischen 22 und 6 Uhr ein. Am frühmorgendlichen Tages-Einläuten um 6 Uhr, respektive 7 Uhr bei einzelnen Kirchen, hält die Kirchgemeinde aber fest.

Nicht verhandeln will sie auch über einzelne nächtliche Geläute an Feiertagen wie Weihnachten, Ostern oder Silvester/Neujahr. Ursprünglich hatte die katholische Kirche geplant, die Türme zu dämmen, um eine Schallsenkung von 8 bis 10 Dezibel zu erreichen.

Nachdem einzelne Kläger aber ankündigten, trotzdem an ihren Beschwerden festzuhalten, entschloss sich die Kirche zum Verzicht auf das nächtliche Geläut. Je nach Wohnort ist es in Winterthur aber auch in Zukunft nicht völlig ruhig: Die reformierte Kirche wird die Glocken ihrer Türme weiterhin alle Viertelstunden läuten lassen.