Für Michael Herbst, Direktor des Greifswalder Instituts zur Erforschung von Evangelisation und Gemeindeentwicklung, sei klar: Die Erneuerung der Kirche beginnt mit Menschen, die Christus nachfolgen und so Gemeinschaft werden. «Erst Jesus, dann unsere Sendung, dann die neuen Ausdrucksformen von Kirche.» Dies teilte das LKF am 31. August mit.
Der Zürcher Kirchenratspräsident Michel Müller erläuterte den Reformprozess «KirchGemeindePlus», der auf grössere Kirchgemeinden abzielt. Die Gemeindeautonomie führe heute in die Sackgasse. Grössere Kirchgemeinden könnten die Grundversorgung «in etwas ausgedünnter Weise» leisten und daneben Neues anbieten, wie es in der Mitteilung weiter heisst.
Der St. Galler Gemeindeberater Paul Baumann schilderte, was ihm bei Besuchen vitaler Gemeinden auffiel: viele Mitwirkende, Vielfalt von Musiksteilen, sorgfältige Konzeptarbeit, grosser Einsatz, frische Gottesdienste, gut betreute Kinder.
An der von 140 Personen besuchten Tagung seien auch Bremsklötze und Abwehrreflexe zur Sprache gekommen. In Workshops erörterten Referenten aus fünf Kantonalkirchen neue Ansätze. Abschliessend beantworteten die drei Referenten Fragen.