Wettbewerb: Neue Ideen für 4700 Quadratmeter

Gesellschaftliche und demografische Veränderungen machen vor Kirchgemeinden nicht halt. Die reformierte Kirchgemeinde im aargauischen Wohlen hat rund 3800 Mitglieder und kann sich mittel- und langfristig die Bewirtschaftung ihrer zwei Kirchenzentren nicht leisten. Darum hat sie nun einen Wettbewerb für die künftige Nutzung ihres Zentrums Waagmatten in Villmergen ausgeschrieben.


Das Kirchenzentrum Waagmatten wurde 1965 erbaut. Die Gebäude müssten in den nächsten Jahren umfassend saniert werden, schreibt die Kirche in ihrer Mitteilung vom 10. Juni. Die Kirchenpflege habe daher beschlossen sich auf das Kirchenzentrum in Wohlen zu konzentrieren und das weniger intensive genutzte Zentrum in Villmergen umzunutzen. Der Wettbewerb soll laut Projektleiter Andreas Stirnemann kräftige Impulse verleihen, damit das Zentrum weiterhin zum gesellschaftlichen und sozialen Zusammenhalt der Gemeinde beiträgt. Das Spektrum an Ideen für die künftige Mehrfach- oder Umnutzung soll möglichst umfassend ausfallen, schreibt die Kirche. Gesucht würden Ideen für eine langfristige Nutzung, die gesellschaftliches Vernetzungspotential aufweist und mit christlicher Ethik vereinbar ist.

Das Kirchenzentrum Waagmatten steht auf einem Grundstück von ungefähr 4700 Quadratmetern. Die Dokumente dazu sind gemäss Mitteilung ab dem 24. Juni auf www.viwa.ch erhältlich. Der Ideenwettbewerb wird am 23. Juni im Anschluss an den Gottesdienst in der Villmerger Kirche offiziell lanciert. Eine Jury werde fünf Projekte nach Kriterien wie Umgang mit Gebäuden und Umgebung, gesellschaftliches und ökonomisches Potential sowie Erfolgschancen zur Weiterbearbeitung aussuchen. Die besten drei Vorschläge werden später der Kirchenpflege und der Kirchgemeindeversammlung zur Auswahl vorgelegt.