Weltkirchenrat ruft zu Gebeten für Ende der Corona-Pandemie auf

Der Ökumenische Rat der Kirchen hat die Christen aufgerufen, Gott um Kraft und Hoffnung in Zeiten der Corona-Krise zu bitten.


Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) erinnerte daran, dass neben vielen Kirchen weltweit auch Moscheen und Synagogen ihre Tore geschlossen hätten. Das Virus sei ein stiller Feind, über den wenig bekannt sei, der Kampf gegen den Erreger fördere das Gute und Schlechte im Menschen, heisst es in einer Mitteilung des ÖRK vom 17. März. So bringe das medizinische Personal grosse Opfer, um anderen Menschen zu helfen. Andererseits würden Infizierte stigmatisiert. Christen sollen nun weltweit Gott um Kraft, Hoffnung und um ein baldiges Ende der Corona-Krise bitten. Dies könne man auch alleine tun.

Sitzung für Nachfolge von Generalsekretär verschoben

Der ÖRK musste die Sitzung seines Zentralausschusses wegen der Corona-Krise auf August verschieben. Auf der Sitzung sollte ein Nachfolger des Generalsekretärs Olav Fykse Tveit gewählt werden.

Von April bis Mitte Juni soll nun der Rumäne Ioan Sauca vorübergehend geschäftsführender Generalsekretär werden. Im Juni könnte dann die Amtszeit des geschäftsführenden Generalsekretärs verlängert werden. Derzeit leitet Sauca von der Orthodoxen Kirche in Rumänien das Ökumenische Institut Bossey bei Genf.

Im ÖRK sind 350 protestantische, anglikanische und orthodoxe Kirchen zusammengeschlossen, die mehr als 500 Millionen Gläubige vertreten. Die römisch-katholische Kirche ist kein Mitglied, kooperiert aber mit dem ÖRK. (epd/bat)