Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen verurteilt Rassisten-Demo

Die Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen nimmt Stellung zum Aufmarsch Rechtsextremer, der am Wochenende im amerikanischen Charlottesville stattgefunden hat. Man unterstütze die lokalen Mitgliedkirchen, die sich dem «Bösen» entgegengestellt hätten.

Kirchenmitglieder beim Protestmarsch gegen den Nazi-Aufmarsch in Charlottesville im US-Bundesstaat Virginia. (Bild: WCRC)

Im Kampf gegen den Aufmarsch von Neo-Nazis und Rassisten in Charlottesville im US-Bundesstaat Virginia engagierten sich auch Kirchenvertreter an vorderster Front.

Mit einer langen Menschenkette traten unter anderem Mitglieder der «United Church of Christ» den Rechtsextremen in einem stillen Protestmarsch entgegen. Zudem hielten sie auf dem Campus der Universität Virginia einen Gottesdienst ab.

«Zeichen der Liebe»

«Der Gottesdienst sollte ein Moment der Motivation, des Gebets sein und den Menschen Mut machen, die mit dem Protest-Marsch ein Zeichen der Liebe setzen wollten», sagte Traci Blackmon, Exekutivministerin der «United Church of Christ» in einer Stellungnahme der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (WCRC) vom 13. August.

Die WCRC verurteile den Nazi-Aufmarsch und unterstütze ihre Mitgliedkirchen wie die «United Church of Christ» beim Kampf gegen das Böse, heisst es in der Mitteilung weiter.

Eine Tote, 35 Verletzte

Am 12. August marschierten in der Kleinstadt Charlottesville im US-Bundesstaat Virginia mehrere Tausend Mitglieder ultrarechter Gruppierungen auf, um gegen die Entfernung einer Statue des Konföderierten-Bürgerkriegsgenerals Robert E. Lee zu demonstrieren. Die Konföderierten kämpften unter anderem für den Fortbestand der Sklaverei. Als die Rechten bei ihrem Protest auf linke Gegendemonstranten trafen, kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen.

Ein rechter Demonstrant raste dabei mit seinem Auto in eine Gruppe friedlicher Gegendemonstranten. Eine Frau kam ums Leben, 35 Menschen wurden verletzt. (bat)