Sie eilen in die Fraumünster-Kirche rein, werfen einen kurzen Blick auf die Chagall-Fenster und sind dann gleich wieder draussen. Fraumünster-Kirchenpfleger Hans-Hinrich Dölle nennt sie die «Eine-Minute-Touristen». Also jene, die sich kaum Zeit für einen Fraumünsterbesuch nehmen und auch der Grund dafür sind, dass vor gut einem Jahr ein Eintritt von fünf Franken eingeführt wurde.
Besucherkarte für Stammgäste
«Diese Touristen kommen nicht mehr», sagt Dölle gegenüber Schweizer Radio und Fernsehen SRF. Und das sei auch gut so. Deshalb wolle man den Eintritt weiter beibehalten, auch wenn sich dadurch die Besucherzahl von jährlich 450’000 halbiert hat. Auch habe man eine Lösung für alle jene gefunden, die regelmässig ins Fraumünster kommen und sich am Eintritt gestört haben. «Sie haben eine Karte bekommen, mit der sie jederzeit ungestört und unkontrolliert ins Fraumünster reinkönnen», sagt Dölle. Sie kostet einmalig zwei Franken. Seitdem sei keine Kritik mehr geäussert worden.