Walliser Schulen und Kirchen wollen enge Zusammenarbeit

Im Walliser Bildungssystem spielen die Kirchen eine wichtige Rolle. Um dies auch in Zukunft zu gewährleisten, hat Staatsrat Oskar Freysinger eine geregelte Zusammenarbeit zwischen Kirchen und Schulen initiiert, hiess es am 14. Dezember im Regionaljournal.

In Sitten (VS) unterzeichneteen die Kirchen und die Schulen ein Abkommen, das den Religionsunterricht regelt.
In Sitten (VS) unterzeichneten die Kirchen und die Schulen ein Abkommen, das den Religionsunterricht regelt. (Bild: wikimedia/Vheritier CC BY-SA 3.0)

Der Initiant und Vorsteher des Departements für Bildung und Sicherheit Oskar Freysinger sagte gegenüber dem «SRF-Regionaljournal», dass es für Schüler wichtig sei, ihre Wurzeln zu kennen. Und dazu gehöre eben auch die Religion. Ebenso findet Bischof Jean-Marie Lovey das Abkommen wichtig: «Jeder Mensch hat eine spirituelle Ebene. Mit diesem Abkommen geht es darum dieser Spiritualiät in der Schule Rechnung zu tragen», wie er gegenüber dem «SRF-Regionaljournal» sagte.

Für den Präsidenten des Synodalrats der evangelisch-reformierten Kirche Beat Abegglen sei dieses Abkommen eine Bestätigung, dass mit der Schwesterkirche und dem Kanton ein gemeinsamer Weg im geistlichen Bereich gegangen werden kann.

Eine Stunde pro Woche Religionsunterricht

Durch das Abkommen zwischen der römisch-katholischen und der evangelisch-reformierten Kirche und dem Kanton wurde der Religionsunterricht und dessen Aufbau geregelt:

In der Primarschule haben die Kinder eine Stunde Religionsunterricht. Im Unterwallis stellt die Kirche Geistliche zur Verfügung, welche zusammen mit der Lehrperson die Stunde erteilen. Im Oberwallis erteilen Katechetinnen oder Katecheten den konfessionellen Unterricht. Dieser wird von der Kirche bezahlt, so das «SRF-Regionaljournal». Über die Teilnahme am Unterricht sollen die Eltern entscheiden.