Venezuela
Weltkirchenrat verurteilt Angriff der USA
In einer Stellungnahme hat der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) den Angriff der USA auf Venezuela und die Festnahme des Präsidenten Nicolás Maduro als «gefährlichen Präzedenzfall» verurteilt. Das Vorgehen sei ein Beispiel für alle, die den Einsatz von Waffengewalt zur Erreichung politischer Ziele legitimieren wollten.
Streitigkeiten müssten durch Dialog und Diplomatie statt durch bewaffnete Gewalt gelöst werden, heisst es in der Erklärung weiter. Die Angriffe auf Venezuela sowie die Festnahme und Inhaftierung seien «eklatante Verstösse» gegen das Völkerrecht. «In diesen gefährlichen und unsicheren Zeiten braucht die Welt weise und mutige Führer für den Frieden, statt einer Ausbreitung von Konflikten und einer Normalisierung internationaler Illegalität», wird Genrelsekretär Jerry Pillay zitiert.
Die USA haben in der Nacht auf Samstag Venezuela angegriffen und den Präsidenten Nicolás Maduro zusammen mit dessen Ehefrau Cilia Flores festgenommen. Maduro soll wegen Drogengeschäften in New York der Prozess gemacht werden. Über den US-Einsatz und die Gefangennahme berät der UN-Sicherheitsrat in einer Sondersitzung. (no)