Uni Zürich richtet Gastprofessur für islamische Theologie ein

Die Universität Zürich richtet eine Gastprofessur für islamische Theologie und Bildung ein, berichtete die «Neue Zürcher Zeitung» am 18. August. Bereits ab September werde ein Gastdozent forschen und Vorlesungen halten.

Vor dem Hauptgebäude der Universität Zürich.
Vor dem Hauptgebäude der Universität Zürich. (Bild: Wikimedia/Jürg-Peter Hug)

Ziel sei, die islamische Theologie in den «kulturell, religiös und weltanschaulich pluralen Kontext europäischer Gesellschaften der Gegenwart» zu setzen, zitiert die Zeitung aus der Ausschreibung für die Professur. Laut dem Vorsteher des Religionswissenschaftlichen Seminars, Christoph Uehlinger, fehlte bislang in Zürich ein Ort, an dem islamische Theologie auf einem ähnlich hohen Niveau wie christliche Theologie reflektiert werden konnte.

Das neue Angebot richte sich an die wachsende Zahl von Uni- und ETH-Studenten mit einem muslimischen Hintergrund. Kein Thema sei in Zürich derzeit eine Imam-Ausbildung, schreibt die Zeitung.

Dem Bericht zufolge sind die Abteilung Islamwissenschaft am Asien-Orient-Institut der Philosophischen Fakultät und das Religionswissenschaftliche Seminar der Theologischen Fakultät involviert. Als Gastprofessor sei der Afghane Abbas Poya berufen worden. Poya hat klassische islamische Theologie schiitischer Ausprägung studiert. Zudem hat er in Deutschland ein Studium der Islamwissenschaft, Politikwissenschaft und Vergleichenden Religionswissenschaft absolviert. (kath.ch)