UNFPA: 60 Millionen weltweit auf der Flucht

Fast 60 Millionen Menschen waren 2014 weltweit auf der Flucht, heisst es im neuen Weltbevölkerungsbericht des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA). Mehr als 100 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.

UNFPA: Frauen in Not müssen besser geschützt werden.
UNFPA: Frauen in Not müssen besser geschützt werden. (Bild:wikimedia)

Der Bericht wurde heute gemeinsam von UNFPA und der Stiftung Weltbevölkerung in Berlin vorgestellt. Danach befanden sich 2014 so viele Menschen auf der Flucht wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Einen neuen Höchststand erreichte auch die Zahl derer, die auf humanitäre Hilfe angewiesen sind. Ein Viertel davon sind Frauen und Mädchen zwischen 15 und 49 Jahren, die einem hohen Risiko für sexuelle Gewalt, ungewollte Schwangerschaften und Menschenhandel ausgesetzt sind, heisst es in der Mitteilung der Stiftung Weltbevölkerung. Mädchen und Frauen seien in Krisensituationen besonders benachteiligt, erhielten häufig keine Hilfe und würden leicht Opfer von Gewalt, betonte Bettina Maas, Repräsentantin der UNFPA in Mosambik. Frauen und Mädchen müssten daher dringend besser geschützt werden.

Der Bericht empfiehlt unter anderem, den Zugang zu Verhütungsmöglichkeiten und die medizinische Betreuung während der Schwangerschaft und bei der Geburt zu verbessern. Zudem müsse die Versorgung von Vergewaltigungsopfern und die Bereitstellung von antiretroviralen Medikamenten zur Behandlung von Aids gewährleistet werden.

UNFPA-Weltbevölkerungsbericht 2015