Klimawandel

UN: Welt nähert sich den kritischen Temperaturwerten

Die Prognose der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) der UN ist düster. Die Welt komme den Grenzwerten des Pariser Abkommens zum Klimawandel immer näher, warnt sie in einem neuen Bericht.

Die globale Durchschnittstemperatur für die vergangenen zwölf Monate (Juni 2023 - Mai 2024) ist die höchste seit Beginn der Aufzeichnungen. Sie liege 1,63 Grad Celsius über dem vorindustriellen Durchschnitt von 1850 bis 1900, steht im aktuellsten Bericht der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) der Vereinten Nationen. In den nächsten fünf Jahren gebe es mit hoher Wahrscheinlichkeit weitere Höchstwerte.

«Hinter diesen Statistiken verbirgt sich die düstere Realität, dass wir weit davon entfernt sind, die im Pariser Abkommen festgelegten Ziele zu erreichen», sagte die stellvertretende WMO-Generalsekretärin Ko Barrett.

Das Pariser Abkommen von 2015 legt fest, dass die Welt den Anstieg der Temperatur möglichst auf 1,5 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau begrenzen soll. Dem WMO-Bericht zufolge werde die globale mittlere Oberflächentemperatur für jedes Jahr zwischen 2024 und 2028 um 1,1 Grad Celsius bis 1,9 Grad Celsius über dem Ausgangswert von 1850–1900 liegen.

«Wir müssen dringend mehr tun, um die Treibhausgasemissionen zu reduzieren», sagte Barrett. Anderenfalls werde die Welt einen immer höheren Preis zahlen. Es drohten der Verlust von Millionen Menschenleben, umfangreiche Schäden an der Umwelt und enorme wirtschaftliche Kosten. (epd/ pef)