Über 1500 Luzerner fordern Erhalt von Kreuzen

In der Stadt Luzern fordern über 1500 Personen den Erhalt christlicher Symbole in der Abdankungshalle Friedental. Sie haben ein Referendum unterzeichnet gegen eine Revision des Friedhofsreglements. Die Regierung will die Halle sanieren und neu konfessionslos gestalten.

Polarisierend: Die Gemälde in der Luzerner Abdankungshalle Friedental.
Polarisierend: Die Gemälde in der Luzerner Abdankungshalle Friedental. (Bild: Kommunikation Stadt Luzern)

Das Komitee «Kein Bildersturm im Friedental» sammelte inzwischen über 1500 Unterschriften, wie es auf seiner Webseite mitteilte. Der «Tages-Anzeiger» berichtete am Freitag über den Zwischenstand. Nötig für das Zustandekommen des Referendums sind 800 Unterschriften. Die Sammelfrist läuft noch bis am 4. Mai.

Das Komitee verlangt, dass die Stadt auf die konfessionslose Umgestaltung der Abdankungs- und Einsegnungshalle im Luzerner Friedental verzichtet. Die christlichen Symbole – ein Kruzifix sowie eine Wandmalerei – sollen als Erbe der christlich-abendländisch geprägten Gesellschaft erhalten bleiben.

Das Komitee hat das Referendum gegen das revidierte Friedhofs- und Bestattungsreglement beschlossen, obwohl darin die Ausgestaltung der Abdankungshalle gar nicht geregelt ist. Nachdem der Streit über die Gestaltung der Halle entbrannt war, hat der Stadtrat Anfang März einen Kompromiss angekündigt.

Die Stadtregierung hält an ihrem Ansinnen fest, die Abdankungshalle im Friedhof Friedental konfessionsneutral zu gestalten. Von einer dauerhaften Abdeckung des vorhandenen katholischen Wandgemäldes ist er aber abgerückt. Er strebt eine flexible Lösung an, bei der die Symbole mit verschiebbaren Elementen wie einem Vorhang zeitweise abgedeckt werden können.

Die Stadtregierung will die Möglichkeiten in einem Vorprojekt ausloten. Ausgearbeitet wird dieses von einem Architekturbüro. Die Denkmalpflege, die Glaubensgemeinschaften und weitere Spezialisten würden beigezogen, erklärte der Stadtrat im März.

Das Komitee will derweil die Unterschriftensammlung gegen das Friedhofsreglement fortsetzen. Und zwar bis das Stadtparlament an seiner nächsten Sitzung auf seinen Beschluss vom Februar zurückkomme und das Bestattungsreglement im Sinne des Komitees anpasse. (sda)