Die Kantone nahmen Stellung zum Entwurf des Seco, der auf eine Motion des Tessiner Ständerates Fabio Abate (FDP) zurückgeht. Die Behörde hatte vorgeschlagen, Einkaufszentren von der Bewilligungspflicht für Sonntagsarbeit zu befreien, die Luxusgüter für ausländische Touristen anbieten und in einem Fremdenverkehrsgebiet höchstens zehn Kilometer von der Landesgrenze entfernt liegen, berichtete die «Neue Zürcher Zeitung».
Die VDK stelle sich gemäss Mitteilung dem Vorhaben kritisch gegenüber. Für die Mehrheit der Regierungsräte sei das Sonntagsarbeitsverbot wichtiger als ein zusätzlicher touristischer Nutzen. Es habe sich die Ansicht durchgesetzt, dass ein Sonntagsarbeitsverbot ein wichtiger Grundsatz im Arbeitsrecht sei und Ausnahmen grundsätzlich von den Sozialpartnern ausgehandelt werden sollten, sagte VDK-Präsident Andreas Rickenbacher gegenüber der Zeitung.
Die Regierungsräte haben zudem darauf hingewiesen, dass es bereits Möglichkeiten für Ausnahmen gebe.
Die im September 2012 von Abate eingereichte Motion war vom Stände- und vom Nationalrat angenommen worden; der Bundesrat hatte deren Annahme beantragt. Der Vorstoss verlangt eine Anpassung der Sonderbestimmungen für Betriebe in Tourismusregionen an die Erfordernisse des «modernen Fremdenverkehrs».