Theologie: Lebensnah, vielseitig und trotzdem unattraktiv

Eine neue Studie zeigt, wie kontrovers Schweizer Gymnasiasten das Theologiestudium und den Pfarrberuf wahrnehmen und welche Faktoren bei ihrer Studienwahl entscheidend sind.

Dieses Memory ist eine der Werbemassnahmen, die Gymnasiasten Lust aufs Theologiestudium machen soll.
Dieses Memory ist eine der Werbemassnahmen, die Gymnasiasten Lust aufs Theologiestudium machen soll. (Bild: zvg)

Lebensnah und vielseitig, herausfordernd, aber auch altmodisch und unattraktiv – so nehmen Gymnasiastinnen das Theologiestudium und den Pfarrberuf gemäss einer neuen Studie wahr, wie es in einer Mitteilung des Konkordats für die Ausbildung der reformierten Pfarrer heisst.

Die Studie zeige, dass wichtige Faktoren bei der Studienwahl Interessen, Begabungen und die Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt seien. Beim Beruf werde die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie hoch gewertet. Entscheidend bei der Wahl seien Personen aus dem näheren Umfeld: Studierende, Berufsleute, Eltern und Bekannte.

366 Gymnasiasten befragt

Die WEKOT (Werbekommission Theologiestudium) habe die Studie in Auftrag gegeben, um zu überprüfen, ob ihre Werbemassnahmen fürs Theologiestudium greifen. Hintergrund der Studie: Den Theologischen Fakultäten Bern, Basel und Zürich mangelt es an Studierenden, den reformierten Kirchen an Pfarrerinnen. Die Studie bestätige für die WEKOT den Bedarf, fürs Theologiestudium und den Pfarrberuf zu werben. Es sei zudem sinnvoll, auf Schlüsselpersonen wie Pfarrerinnen, Religionslehrer und Jugendarbeitende zu fokussieren. Diese würden von der WEKOT ermutigt, theologisches Interesse bei Jugendlichen zu erkennen und zu fördern.

«INTERFACE Politikstudien» führte für die Studie eine Online-Befragung bei 366 Gymnasiastinnen aller Religionen durch. Zusätzlich habe man vier leitfadengestützte Gruppengespräche mit 22 Gymnasiasten gemacht.

 

Kurzfassung der Studie