Hollenweger ist Autor zahlreicher theologischer Publikationen, insbesondere zur interkulturellen Theologie und zu musikalischen und dramaturgischen Bibelauslegungen. Er etablierte mit der «Narrativen Exegese» eine spezielle Auslegungsmethode der Bibel. Dabei verband er die historisch-kritische Auslegungsmethodik mit erzählerischen Elementen und dramaturgischen sowie musikalischen Inszenierungen. Vor allem auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag fanden seine Veranstaltungen grosse Beachtung.
Der 1927 in Antwerpen geborene Theologe wuchs in der schweizerischen Pfingstbewegung auf und studierte Theologie in Zürich und Basel. 1965 bis 1971 war er Exekutivsekretär beim Ökumenischen Rat der Kirchen in Genf. Er war Mitglied der Christlichen Friedenskonferenz und nahm an der I. Allchristlichen Friedensversammlung 1961 in Prag teil.
Von 1971 bis 1989 lehrte Hollenweger als Professor für interkulturelle Theologie und Missionswissenschaft an der staatlichen Universität Birmingham (England).
Hollenweger setzte sich für eine Würdigung der theologischen und religiösen Erfahrungen von Menschen aus Kulturen der Dritten Welt durch die europäische Theologie ein und war insbesondere Experte für die Pfingstbewegung. Seine Ideen zu einer dialogischen und partizipativen Didaktik in der Theologie sind in seinem Buch «Der Klapperstorch und die Theologie» beschrieben. (Quelle: Wikipedia).