Tausende Jugendliche feiern Taizé-Treffen in Riga

Zwischen dem 28. Dezember und 1. Januar treffen sich in Lettlands Hauptstadt junge Christen zum 39. Europäischen Jugendtreffen. Den Höhepunkt bildet das «Gebet für den Weltfrieden».

Das Taizé-Jugendtreffen soll die Botschaft des Friedens verbreiten.
Das Taizé-Jugendtreffen soll die Botschaft des Friedens verbreiten. (Bild: flickr)

Zum Auftakt beteten am Mittwoch Tausende Menschen zwischen 17 und 35 Jahren gemeinsam in Rigas Messehallen. Angesichts der Instabilität der heutigen Welt müssten Gläubige zusammenkommen in einer grossen, grenzüberschreitenden Bruderschaft, sagte der aus Deutschland stammende Prior Frère Alois.

Zu dem Treffen werden rund 15’000 Jugendliche erwartet. Allein rund 4’500 sind aus Polen angereist – das Land stellt damit die grösste Gruppe. Aus der Ukraine sind etwa 2’200 Teilnehmer angemeldet.

Gebete und ökumenische Feiern

Bis zum 1. Januar 2017 stehen gemeinsame Gebete und Diskussionen über soziale und gesellschaftliche Themen auf dem Programm. Der Jahreswechsel wird von den Jugendlichen ausgiebig gefeiert, auf den ökumenischen Feiern gibt es allerdings keinen Alkohol. Höhepunkte seien das «Gebet für den Weltfrieden» und ein «Fest der Völker».

Angesichts von Gewalt und Unrecht in der Welt rief Papst Franziskus die jungen Gläubigen in einer Grussbotschaft auf, «in Wort und Tat zu zeigen, dass das Böse nicht das letzte Wort in der Geschichte hat.» Auch Vertreter anderer Kirchen und die politischen Spitzen Lettlands betonten im Vorfeld das völkerverständigende Element des Treffens, das Brücken zwischen Konfessionen, Nationen und Staaten baue.

Erstmals ein baltisches Gastgeberland

Die im französischen Burgund ansässige Taizé-Gemeinschaft organisiert seit 1978 internationale Jugendtreffen in europäischen Städten. Mit Riga ist erstmals eine von vielen orthodoxen Gläubigen bewohnte Hauptstadt einer Ex-Sowjetrepublik Gastgeber des jeweils zum Jahresende organisierten Treffens. Das letzte Treffen im spanischen Valencia hatte rund 20’000 Besucherinnen und Besucher angezogen. (sda)