Umsturz in Syrien

Heks: «Die Hoffnung auf eine positive Zukunft in Syrien ist noch sehr fragil»

Das syrische Volk taumelt nach dem Sturz des Diktators Assad zwischen Freude und Ungewissheit. Die unsichere Lage erschwert jedoch die Arbeit von Hilfswerken wie dem Heks.
Diese syrische Familie ist auf dem Weg zu einer Kundgebung anlässlich des Sturzes des Diktators Assad. Die Kreuzung hinter ihr ist von Patronenhülsen übersät. (Bild: Ugur Yildirim/ Keystone)

Seit dem Arabischen Frühling vor 13 Jahren war Syriens Präsident Baschar al-Assad jedes Mittel recht, um an der Macht zu bleiben. Der autokratische Herrscher liess nach Belieben Menschen verhaften, foltern und das eigene Volk mit Bomben oder Giftgas angreifen.

Viele Menschen flohen aus dem Land. In Syrien war und ist die Not gross (ref.ch berichtete). 15 Millionen Menschen seien auf humanitäre Hilfe angewiesen, gibt das Hilfswerk der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (Heks) an.

Das Heks engagiert sich seit Jahren in Syrien. Das Hilfswerk trägt dazu bei, dass Bäckereien saniert werden, um die Menschen mit Brot zu versorgen. Sauberes Wasser ist ein weiteres wichtiges Thema. Heks-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter sind vor Ort präsent. Das Hilfswerk arbeitet auch mit kirchlichen Partnern zusammen.

Mitarbeitende in Sicherheit

Der schnelle Zusammenbruch des Regimes wirkt sich auch auf das Heks aus. «Die Situation in Syrien verändert sich stündlich und bleibt schwer überschaubar, da auch viele internationale Akteurinnen und Akteure in den Konflikt involviert sind», sagt Heks-Mediensprecher Lorenz Kummer auf Anfrage von ref.ch. Die Mitarbeitenden vor Ort seien in Sicherheit, und das Heks stehe in regelmässigem Kontakt mit ihnen.

«Die Hoffnung auf eine positive Zukunft für alle Syrerinnen und Syrer ist noch sehr fragil», sagt Kummer. Gerade jetzt seien die Menschen auf Unterstützung angewiesen. «Wir sind fest entschlossen, die humanitäre Hilfe so schnell als möglich fortzusetzen», sagt der Mediensprecher.

Aktuell unterstützt das Heks die kirchlichen Partnerorganisationen, «im Rahmen der momentanen Möglichkeiten» Nothilfe zu leisten. Später wird die Hilfe ausgebaut. Kummer erklärt: «Zu den geplanten Massnahmen gehören die Verteilung von Lebensmitteln und Wasser, psychosoziale Unterstützung für Schulkinder sowie kostenlose medizinische Versorgung.»

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