Syrer demonstrieren weiter vor Bundesamt

Dutzende Syrer verharren vor dem Bundesamt für Migration (BFM) in Wabern bei Bern. Mit der Demonstration wollen sie eine Aufenthaltsbewilligung erwirken.


Die Polizei beschreibt die Lage als ruhig. Einen Grund einzuschreiten, gebe es derzeit nicht. Die Situation betreffe primär die Grundstückbesitzer. Dass sich diese bei der Polizei melden, danach sieht es im Moment nicht aus. Die syrischen Flüchtlinge befinden sich auf Boden von Berns städtischen Verkehrsbetrieben Bern Mobil sowie dem BFM. "Der Betrieb und die Fahrgäste wurden bislang nicht von den Demonstrierenden gestört", sagte Bern-Mobil-Sprecher Rolf Meyer. Deshalb werde nichts unternommen.

Der Protest der syrischen Flüchtlinge begann am Montagmittag und dauert unbestimmte Zeit. Mittlerweile sind zwölf Personen in einen Hungerstreik getreten. Die Protestierenden kritisieren die schweizerischen Behörden für ihre "unverständliche Zurückhaltung". Die Gesuche der Syrerinnen und Syrer würden vom BFM schleppend behandelt, während es in anderen Ländern wie Schweden rasch möglich sei, Syrer als Flüchtlinge anzuerkennen.

Am Dienstagmorgen war es zu einem Treffen von Vertretern der Gruppe mit BFM-Direktor Mario Gattiker gekommen. Gattiker sicherte den Demonstranten zu, dass bis und mit 2009 eingereichte Asylgesuche bis Ende Jahr behandelt würden. Die Delegation wurde gemäss BFM zu einem weiteren Treffen nächste Woche eingeladen. Das Bundesamt will ihr dann Informationen zum Ablauf der nach 2009 gestellten Asylgesuche von Syrern liefern.