Sterbehilfe für Kinder für Exit vorstellbar

Der Westschweizer Vertreter der Sterbehilfeorganisation Exit kann sich vorstellen, dass seine Organisation einen Jugendlichen in den Tod begleitet.


Wenn dieser urteilsfähig sei, den Wunsch nach Sterbehilfe mehrmals wiederhole und seine Eltern einverstanden seien, so könnte die Sterbehilfe gerechtfertigt sein, sagte Jérôme Sobel, Präsident von Exit Suisse Romande, am 4. Oktober der Nachrichtenagentur sda.

Sobel denkt etwa an einen Jugendlichen, der Krebs im Endstadium hat und darum an die Organisation gelangt. Seines Erachtens wäre eine derartige Aktion eine «Ausnahme, die von der Justiz kontrolliert werden müsste».

«Nur unsere Mitglieder können Beihilfe zum Suizid in Anspruch nehmen. Und um Exit-Mitglied zu werden, muss man volljährig sein», betonte er weiter. Die Organisation habe jedoch bisher noch keine Anfragen von Minderjährigen bekommen.

In der Schweiz sei es noch zu früh, um das Thema anzugehen. Die Ärzte müssten zunächst Schritt für Schritt lernen, mit dieser Praktik bei Erwachsenen umzugehen, sagte Sobel.