Starbucks-Becher: «Krieg gegen Christen?»

Der Kaffeegigant Starbucks geht die Vorweihnachtszeit minimalistisch an: nur einen schlichten, roten Pappbecher gibt es dieses Jahr zur Weihnachtsstimmung. Weder ein «Merry Christmas» noch Rentiere haben es auf den Becher geschafft. In den USA erfreut's nicht jeden.

Die Weihnachts-Starbucks-Becher dieses Jahres sind schlichtweg «nur» rot. Ohne jegliche Rentiere.
Die Weihnachts-Starbucks-Becher dieses Jahres sind schlichtweg «nur» rot. Ohne jegliche Rentiere. (Bild: Twitter-Acount von Starbucks)

«Starbucks hat Weihnachten von seinen Bechern entfernt, weil sie Jesus hassen», behauptet Internetnutzer Joshua Feuerstein mit einem Video auf Facebook. Es hat schon mehr als zwölf Millionen Klicks erhalten.
Feuerstein sprach laut «Washington Post» von einem «Krieg gegen Christen». Im Video ruft er dazu auf, bei der nächsten Bestellung am Starbucks-Tresen als Namen «Merry Christmas» anzugeben. So werde die Kette gezwungen, auf ihren Bechern am Ende doch noch «frohe Weihnachten» zu wünschen.

Keine Rentiere mehr

In den vergangenen Jahren hatte die Kaffeerestaurant-Kette im Winter auf Becher- Designs mit Rentieren, Schneemännern, Nussknackern und Christbaumkugeln gesetzt. Dieses Jahr wolle man die «Einfachheit und Stille» des Festes betonen, teilte Starbucks mit. Nach wie vor seien Kunden aller Religionen bei Starbucks willkommen. Spezielle Designs vor Weihnachten sind dort seit fast 20 Jahren Tradition.

Starbucks wolle neutral bleiben, verteidigte ein Twitternutzer das Design. «Wenn du eine Kaffeekette als Botschafter Jesu brauchst, musst du dein Verhältnis zu Gott überprüfen.» (sda/dpa)