Standortsuche für liberale Moschee gestaltet sich schwierig

Eine neuer Verein plant eine liberale Moschee, die allen offen steht. Doch auf der Suche nach einem passenden Standort gab es bisher nur Absagen.


In der neuen Moschee sollen Frauen und Männer, homosexuelle Muslime, Sunniten und Schiiten gemeinsam beten können. Bereits seit Juni sind die Initianten auf der Suche nach einem geeigneten Standort im Mittelland. Bisher ohne Erfolg, wie das Newsportal Watson am 9. August berichtete.

Vermieter blocken ab

«Wir sind seit Anfang Juni auf der Suche und haben rund ein Dutzend Anfragen gestellt. Doch bis jetzt hat sich noch nichts ergeben», wird Mitgründer Kerem Adigüzel zitiert. Önder Güneş, Sprecher der Föderation islamischer Dachorganisationen der Schweiz (FIDS), kennt die Vorbehalte gegenüber islamischen Vereinen: «Kaum hören die Vermieter das Wort Moschee, blocken sie ab», sagt er gegenüber Watson.

Der neue Verein soll am 12. August gegründet werden. Ziel ist es, noch in diesem Jahr die ersten Freitagsgebete durchzuführen. (no)