Solothurner Kirchen ermuntern zum Wiedereintritt

Die drei Landeskirchen des Kantons Solothurn lancieren auf den Bettag (15. September) eine Wiedereintritts-Kampagne. Plakate, Buchzeichen und eine Website werben für einen unkomplizierten Wiedereintritt in die Kirche.


«Die Entscheidung auszutreten wurde vielleicht vor Jahren getroffen. Doch im Leben ist vieles im Fluss. Eventuell treffen die damaligen Beweggründe nicht mehr zu», sagte Verena Enzler, Synodalratspräsidentin der reformierten Solothurner Kirche, an einer Medienkonferenz am 13. September in Olten. Diese Menschen, die vor Jahren ausgetreten seien, wolle die Kampagne zum Wiedereintritt bewegen.

Die drei Solothurner Landeskirchen ermöglichten mit der Website kircheneintritt.ch einen einfachen Wiedereintritt, wie Clemens Ackermann, Präsident des christkatholischen Synodalverbandes, erläuterte. Weitere Elemente der Kampagne seien Plakate in verschiedenen Formaten, die im ganzen Kanton aufgehängt werden, sowie Buchzeichen, die in Kirchen, Kirchgemeindehäusern und weiteren Orten aufgelegt werden. Doch das allein genüge nicht, es sei auch der persönliche Einsatz der Mitglieder der Landeskirchen gefragt, die Eintrittswillige herzlich willkommen heissen. 

«Anstatt zu jammern tun wir etwas», kommentierte Hansjörg Brunner, Präsident des römisch-katholischen Synodalrates, die Kampagne. Gemäss Brunner koste sie zwischen 35000 bis 40000 Franken. Übernommen habe man sie von der reformierten Kirche Baselland, die Kampagne sei nun aber ökumenisch ausgebaut, was schweizweit neu sei.

Laut Verena Enzler ist geplant, die Wiedereintritts-Kampagne nicht nur im Kanton Solothurn laufen zu lassen, sondern längerfristig in der ganzen Deutschschweiz. So könnten alle Kirchen davon profitieren.