Slampoeten und Frère Alois am Evangelischen Jugendfestival

Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK) führt im November in Zusammenarbeit mit freikirchlichen Verbänden und weiteren Jugendorganisationen das Evangelische Jugendfestival «Reformaction» durch. Nun sind erste Details des Programms bekannt.

Am Evangelischen Jugendfestival «Reformaction» trifft Glaube auf Populärkultur. So finden vom 3. bis 5. November in Genf neben Auftritten von Slampoeten, Bands, Hip-Hop-Tänzern oder Video-Künstlern auch ein TV-Gottesdienst und eine Nacht der Lichter mit Frère Alois aus Taizé statt.  Nach einem Sternmarsch trifft man sich zudem zur gemeinsamen Eröffnungsfeier beim Reformationsdenkmal.

Das Programm am Samstagmorgen können sich die Teilnehmenden aus einem breiten Angebot an Workshops selber zusammenstellen, wie es in einer Medienmitteilung des Kirchenbundes vom 7. Februar heisst. Dieser veranstaltet den Anlass zusammen mit freikirchlichen Verbänden und weiteren Jugendorganisationen. Am Samstagnachmittag findet in der Arena Genf die Hauptveranstaltung mit Rednern und Konzerten statt. Nach einer «Nacht der Begegnungen» mit diversen Angeboten bildet der SRF-Fernsehfestgottesdienst am Sonntagmorgen den Abschluss.

Bewusst Genf gewählt

Bis jetzt sind gemäss SEK rund 2000 Teilnehmende der erwarteten 5000 Jugendlichen ab 14 Jahren angemeldet. Ziel des Festivals zum Reformationsjubiläum sei es, sich gemeinsam mit den wichtigsten Prinzipien der Reformation und deren tiefgreifenden Auswirkungen auseinanderzusetzen. «Gemeinsam wollen wir die Aktualität der Botschaft des Evangeliums in der heutigen Zeit bezeugen und ein wichtiges Zeichen der Einheit und Vielfalt setzen», betont Markus Giger, Co-Projektleiter von Reformaction.

Ganz bewusst sei die Wahl des Durchführungsortes auf Genf gefallen. Die «kleinste der grossen Metropolen» gelte als Ort wichtiger reformatorischer Umbrüche und werde daher zu den elf Schweizer Reformationsstädten gezählt. «Das Erbe des Reformators Calvin prägt die Identität der Stadt des Friedens seit 500 Jahren», heisst es in der Mitteilung weiter.