Schweizer Sängerinnen singen gegen Gewalt an Mädchen

Am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen (25. November) macht das Kinderhilfswerk Unicef auf die systematische Diskriminierung von Mädchen aufmerksam. Neun Schweizer Sängerinnen erheben im Rahmen der diesjährigen Unicef-Kampagne mit einem gemeinsamen Lied ihre Stimme dagegen, dass Mädchen oft aufgrund ihres Geschlechts abgetrieben werden.


Jährlich müssten 1,5 bis drei Millionen Mädchen ihr Leben lassen als Folge von geschlechtsspezifischer Gewalt oder Vernachlässigung, heisst Unicef-Mitteilung vom 25. November. Dies geschehe beispielsweise durch Genitalverstümmelung, mangelnde Versorgung mit Nahrung oder gezielte Abtreibung. Gewalt gegen Mädchen und Frauen zähle somit zu den häufigsten Menschenrechtsverletzungen. 

Nach Schätzungen von Unicef sind über 100 Millionen Mädchen und Frauen nicht am Leben, weil Eltern in vielen Ländern der Welt männliche Nachkommen bevorzugten. Diese sorgten oft für ein besseres Einkommen und hätten in der Kultur ein höheres Ansehen. Gravierend sei das Ungleichgewicht insbesondere im asiatischen Raum, wo beispielsweise in Indien viele Mädchen vernachlässigt oder gar getötet würden. Die Ein-Kind-Politik Chinas habe ebenfalls zu zahlreichen Abtreibungen weiblicher Föten geführt.

Um auf das «Fehlen» von Mädchen aufmerksam zu machen, erheben dieses Jahr im Rahmen der Unicef-Kampagne neun Sängerinnen ihre Stimme gegen Gewalt an Mädchen. Im Lied «Echo» besingen Bigzis, Emel, Heidi Happy, Francine Jordi, Anna Känzig, Lyn M., Eliane Müller, Angie Ott und Sina gemeinsam das Fehlen eines Familienmitgliedes und dessen Verdrängung durch die Familie. Der Song kann gegen eine Spende von fünf Franken auf der Website www.echo-der-maedchen.ch heruntergeladen werden.

Am Internationalen Tag der Menschenrechte vom 10. Dezember organisiert Unicef überdies eine Menschenkette auf der Zürcher Münsterbrücke. Auch hiermit soll ein Zeichen gegen Gewalt an Mädchen gesetzt werden.