Den Startschuss für die Veranstaltungen gibt laut IOM Bundesrätin Simonetta Sommaruga am 18. Oktober, dem Europäischen Tag gegen Menschenhandel, an einer Konferenz in Bern. Obwohl das Ausmass des weltweiten Menschenhandels schwierig zu beziffern sei, betreffe er international jedes Jahr gegen 800’000 Menschen. Noch höher liege gemäss UNO-Angaben die Zahl der Opfer in deren Heimatländern.
Für den Zeitraum zwischen 2007 und 2010 stützt sich die UNO in Zentral- und Osteuropa auf mehr als 22’000 belegte Fälle von Frauen, welche kriminellen Banden zum Opfer gefallen sind. Die Schweiz dient hierbei vielfach als Ziel- oder Transitland.
Aus den Schweizer Kriminalstatistiken geht hervor, dass im vergangenen Jahr 78 Fälle von Menschenhandel registriert wurden. Diese Zahl zeige bloss «die Spitze des Eisbergs», wird Bundesrätin Simonetta Sommaruga in der Mitteilung des IOM zitiert.
In der Woche vom 18. bis 25. Oktober sind im ganzen Land verschiedene Veranstaltungen geplant, um die erste Schweizer Woche gegen den Menschenhandel zu begehen. Für die Organisation zeichnen das IOM-Büro in Bern und das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) verantwortlich.