Russland: Schutz für heilige Schriften

Das Unterhaus des Parlaments stimmte für Wladimir Putins Gesetzesentwurf. Danach sollen die heiligen Schriften von Christentum, Islam, Judentum und Buddhismus in Russland künftig nicht mehr wegen Extremismus-Vorwürfen verboten werden können.

Wladimir Putin setzt sich für den Schutz der heiligen Schriften ein.
Wladimir Putin setzt sich für den Schutz der heiligen Schriften ein. (Bild: flickr/Republic of Korea)

Wladimir Putins Gesetzesentwurf für den Schutz der heiligen Schriften von Christentum, Islam, Judentum und Buddhismus wurde am 23. Oktober vom Parlament angenommen. Putins Motivation dafür war ein Vorfall Mitte August auf der russischen Pazifikinsel Sachalin. Dort hatte ein Richter auf Antrag der Staatsanwaltschaft das Buch «Bitten an Gott: Ihre Bedeutung und ihr Platz im Islam» wegen Koran-Zitaten auf den Index gesetzt. Dagegen hatten Spitzenvertreter der Muslime und der Präsident der islamisch geprägten russischen Teilrepublik Tschetschenien, Ramsan Kadyrow, protestiert. (kath.ch)