Dies heisst es am Mittwoch in einer Stellungnahme des SCR zu den jüngsten Schreckensmeldungen. Die Erschiessung von drei jungen islamischen Studierenden in North Carolina (USA), der Anschlag auf ein Kulturzentrum und eine Synagoge in Kopenhagen und die Enthauptung von 21 Kopten in Libyen durch die IS-Miliz seien als «feige Taten entweder im Namen einer Religion oder gegen eine Religion begangen worden». Der Schweizerische Rat der Religionen ist über die rapide Zunahme von Terror und Gewalt «äusserst besorgt und verurteilt diese Gewaltverbrechen aufs Schärfste». Er spricht den Angehörigen aller Opfer sein tiefes Beileid aus. Distanzierung und Verurteilung von diesen Taten allein genüge aber in keiner Art und Weise.
Aufruf zu friedlicher Koexistenz
Dem 2006 gegründeten SCR gehören leitende Persönlichkeiten der drei christlichen Landeskirchen, der jüdischen Gemeinschaft, der christlich- orthodoxen Gemeinde und islamischer Organisationen der Schweiz an. An den Sitzungen würden die aktuellen Ereignisse intensiv besprochen, schreibt der SCR. Angesichts der Häufung von Terroranschlägen und bestialischer Gewaltanwendung seien die Gläubigen aller Religionen und alle zivilisierten Menschen zu vermehrter Solidarität und friedlicher Koexistenz aufgerufen. Es brauche eine differenzierte Betrachtung der Religionen und Weltanschauungen, so der SCR. (sda)