Regionalteams entlasten Urner Pfarrer

Die reformierte Landeskirche Uri hat zwar keine Kirchenpfleger mehr, dafür sollen nun Regionalteams das Gemeindeleben fördern.


In Uri unterstützen nun offiziell sogenannte Regionalteams die Pfarrerinnen im Gemeindealltag. Dafür hatte die reformierte Kirche vor vier Jahren ein neues Organisationsstatut verfasst, das nun auch der Urner Regierungsrat genehmigt hat.

Die Urner Kantonsverfassung anerkennt die Landeskirche als Körperschaft des öffentlichen Rechts. Darum müsse das Statut der Kirche auch den Anforderungen der Kantonsverfassung genügen, teilt der Regierungsrat am 10. Oktober mit.

Landeskirche und Kirchgemeinde zugleich

Notwendig wurden die Regionalteams, weil die reformierten Urner keine Kirchenpfleger mehr haben. Diese seien vor vier Jahren abgeschafft worden, als die drei reformierten Kirchgemeinden Uris zu einer einzigen Gemeinde zusammengelegt wurden, erklärt Kirchenratspräsidentin Felicitas Schweizer auf Anfrage von ref.ch. Die Landeskirche habe im Kanton drei Kirchengebäude und insgesamt 1’750 Mitglieder.

Gemeindeleben fördern

Bei der Zusammenlegung habe der Kirchenrat administrative Aufgaben der Kirchenpflege übernommen; unter anderem die Finanzen, die Gebäudeverwaltung und die Vertretung der Kirche gegenüber den Behörden, sagt Schweizer.

«Wir mussten allerdings eine neue Form für die Freiwilligenarbeit vor Ort finden», führt die Kirchenratspäsidentin aus. Denn die Kirchenpflege habe auch die Pfarrer im Gemeindealltag unterstützt. So sei die Idee der Regionalteams entstanden.

In Altdorf helfen seit zwei Jahren rund fünf Personen vor Ort bei der Organisation und Durchführung der Gemeindeaktivitäten. In Erstfeld entsteht laut Schweizer derzeit ein weiteres Regionalteam. Für die Teams sei eine Entschädigung budgetiert, ähnlich den Amtsentschädigungen für den Kirchenrat. (pd)