Reformierter an die Spitze des Weltkirchenrats gewählt
Eine der weltweit grössten ökumenischen Institutionen hat eine neue Leitung. Der Zentralausschuss des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK) hat am Freitag, 17. Juni, einen neuen Generalsekretär gewählt. Jerry Pillay setzte sich dabei gegen die Gegenkandidatin Elisabeth Joy von der Orthodox-Syrischen Kirche von Malankara durch, wie es in einer Mitteilung heisst.
Pillay ist derzeit Dekan der Fakultät für Theologie und Religion der Universität von Pretoria in Südafrika. Er ist Mitglied der Uniting Presbyterian Church in Southern Africa und stammt selbst aus Südafrika. Von 2010 bis 2017 war Pillay Präsident der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen.
Pillay wird den scheidenden Interims-Generalsekretär Ioan Sauca ersetzen. Sauca trat sein Amt im April 2020 an, als der bisherige Generalsekretär Olav Fykse Tveit zum leitenden Bischof der Kirche von Norwegen ernannt wurde.
Der Generalsekretär ist der oberste Exekutivbeamte des ÖRK. Jerry Pillay wird sein Amt am 1. Januar 2023 antreten.
Im Weltkirchenrat sind 350 Kirchen mit insgesamt mehr als 500 Millionen Gläubigen zusammengeschlossen. Die römisch-katholische Kirche ist kein Mitglied. Ende August dieses Jahres trifft sich der Rat zu seiner mehrtägigen Vollversammlung in Karlsruhe. (no)