Die Lage der Christen und der Jesiden im Irak und in Syrien habe sich durch den Vormarsch der Terrormiliz IS weiter verschlechtert. Viele seien getötet oder verschleppt und versklavt worden. Hunderttausende seien geflohen, lebten in improvisierten Unterkünften und seien auf Nothilfe angewiesen.
Diese dramatische Entwicklung hat gemäss der Mitteilung dazu beigetragen, dass auf dem von der reformierten Zürcher Landeskirche 2009 eingerichteten Sammelkonto «Bedrängte Christen» im letzten halben Jahr rund 300’000 Franken eingegangen sind. Es handle sich dabei um grössere Beiträge von Institutionen und Stiftungen, Kollekten aus Kirchgemeinden und Spenden von Privatpersonen.
Der Kirchenrat hat nun Beiträge von insgesamt 258’000 Franken an verschiedene Hilfsprojekte beschlossen. Das Hilfswerk CAPNI versorgt vertriebene Christen und Jesiden mit dem Notwendigsten des täglichen Bedarfs. Dazu gehört eine grosse Lieferung an Teppichen, damit die Flüchtlingsfamilien nicht mehr auf dem nackten Boden oder auf Kartonunterlagen leben und schlafen müssen.
Kleinere Beiträge gehen an Nothilfeprojekte von Heks, Aramaic Relief International und eine Stiftung für Traumatherapie in Irakisch-Kurdistan. Und in Zusammenarbeit mit der reformierten Kirchgemeinde Uitikon gehen 50’000 Franken an einen Ausbildungsfonds für Studierende. (sda)