Reformierte Stadt Zürich: Abstimmung über Fusion im September

Die Zentralkirchenpflege (ZKP) des reformierten Stadtverbandes hat am 22. Januar beschlossen, die Abstimmung zur Fusion der Stadtzürcher Kirchgemeinenden auf den September zu legen, damit sie nicht gleichzeitig mit der Abstimmung zur «Kirchensteuer-Initiative» stattfindet.


Im Frühling findet die Abstimmung über die Abschaffung der Kirchensteuer von juristischen Personen statt (voraussichtlich am 18. Mai). Damit in der Stadt Zürich nicht zwei «Kirchen-Abstimmungen» gleichzeitig stattfinden, hat die ZKP beschlossen, den Abstimmungstermin über die Fusion der reformierten Stadtzürcher Kirchgemeinden in den September zu verlegen.

Gemäss der Kommunikationsverantwortlichen des reformierten Stadtverbandes, Maja Peter, wolle die ZKP so zum einen die Kräfte auf den jeweiligen Abstimmungskampf bündeln. Das gehe besser, wenn die Termine nicht am gleichen Tag seien.

Zum anderen sei die Ausgangslange für die Reformabstimmung eine ganz andere, wenn die Initiative über die juristische Kirchensteuer angenommen werden sollte. Zudem gäbe es vor der Abstimmung über die Fusion kontradiktorische Veranstaltungen, die unter Umständen ungünstige Auswirkungen auf eine gleichzeitig stattfindende Abstimmung zur «Kirchensteuer-Initiative» hätte.

Zwei Strukturmodelle stehen bei der Abstimmung im September zur Auswahl: Entweder eine einzige Kirchgemeinde, oder die 34 Kirchgemeinden fusionieren zu grösseren Einheiten. Der Reformprozess der reformierten Kirche der Stadt Zürich ist seit 2007 im Gang. In Teilprojekten wurden Analysen erstellt und Modelle entwickelt, mit denen die Kirche auf die rückläufige Zahl der reformierten Bevölkerung und damit auf die abnehmenden Steuereinnahmen reagieren kann.