Die Wahl der 51-jährigen Pflegeexpertin Barbara Steiger-Bächler zur Synodalrätin erfolgte ohne Gegenstimme. Ebenso unbestritten waren die Leistungsvereinbarung bezüglich der ökumenischen Gefängnisseelsorge und die laufenden Bausubventionen, unter anderem für die Orgel der reformierten Kirche in Thierstein. Auch das Budget und der Finanzausgleich wurden einstimmig verabschiedet.
Synodalrats-Vizepräsident Ulrich Wilhelm berichtete dann über den Stand der neuen Kirchenordnung. Eine Schwierigkeit dabei sei, dass die Kirchenordnungen in den umliegenden Landeskirchen, an denen sich die Solothurner orientieren, zuletzt immer wieder geändert wurden. «Wie Treibsand» sei ihm das manchmal vorgekommen, sagte Wilhelm.
Der Pfarrer aus Schönenwerd musste auch die Botschaft überbringen, dass der Protestantisch-kirchliche Hilfsverein Solothurns, der 1921 als letzter der Schweiz gegründet wurde, mangels Nachwuchs seine Arbeit einstellt. Das Vermögen übernimmt der Synodalrat, der damit die bisherigen Ziele weiterverfolgen soll, also die Unterstützung evangelischer Christen, hauptsächlich in katholischen Gegenden.