Die Freiwilligen sind im Begleitdienst organisiert, den die Kirche anbietet. Die reformierte Landeskirche Aargau engagiert sich seit drei Jahren verstärkt im Bereich Palliative Care, insbesondere auch in der Ausbildung. Von 2011 bis 2013 sei in der Pilotphase des Projekts «Palliative Care, Bildung und Begleitung» mit jährlich 120000 Franken die landeskirchliche Ausbildung in der Begleitung sterbender und schwer kranker Menschen mit grossem Erfolg aufgebaut und zertifiziert worden, heisst es in der Mitteilung weiter.
Insgesamt wurden 204 Personen ausgebildet, davon 144 Freiwillige und 60 Fachpersonen aus Pflege, Medizin, Seelsorge und Beratung. 102 Freiwillige sind nach Angaben der Kirche derzeit im Begleitdienst aktiv. 2011 und 2012 hätten sie in insgesamt 7000 Stunden 546 schwer kranke und sterbende Menschen begleitet.
Ab 2014, nach Abschluss der dreijährigen Pilotphase, soll die Arbeit in ein dreijähriges Projekt der reformierten Landeskirche umgewandelt werden. An der Synode vom 6. November werde ein entsprechender Antrag gestellt, so die Mitteilung.
Für eine ökumenische Stiftung ist es noch zu früh
Ursprünglich war vorgesehen, das Projekt aus den landeskirchlichen Diensten herauszulösen und mit einer eigenen Rechtsform und Finanzierung zu verselbständigen. Der Kirchenrat dachte dabei an eine ökumenisch getragene Stiftung, wie aus den Synodenunterlagen hervorgeht.
Die Verhandlungen über Partnerschaften mit dem Kanton Aargau und anderen Kirchen haben jedoch nicht zur erhofften Unterstützung geführt. So habe sich der Kirchenrat der römisch-katholischen Landeskirche im Aargau gegen den vorliegenden Vorschlag ausgesprochen, heisst es in den Unterlagen. Und auch die Unterstützung von Seiten des Kantons lasse noch auf sich warten.
Die Überführung in eine eigene Rechtsform wird deshalb als verfrüht betrachtet. Und auch ein Ausbau der Palliative Care sei vorläufig nicht sinnvoll. Der reformierte Kirchenrat wolle aber erneut mit dem katholischen Kirchenrat über gemeinsame Wege und die dazugehörige finanzielle Unterstützung beraten.