Protestantische Solidarität wird neu organisiert

Nach der Auflösung des Vereins Protestantische Solidarität Schweiz übernimmt nun eine Konferenz des Kirchenbundes dessen Aufgabe, Kirchen in der Diaspora zu unterstützen.


Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK) hat an einer Gründungskonferenz mit dem Titel «Räume der Solidarität» die Weichen für die Zukunft der Reformationskollekte und Konfirmandenabgabe gestellt. Der SEK hat die Konferenz PSS als Nachfolger für den Verein Protestantische Solidarität Schweiz (PSS) eingesetzt. Dieser hatte sich Ende 2018 aufgelöst. Der Verein erhob über 100 Jahre lang unter anderem die Reformationskollekte und unterstützte damit Kirchen in der Diaspora. Das ermöglichte den Bau und Erhalt zahlreicher Kirchengebäude in der ganzen Schweiz.

Orte des Glaubens fördern

Die Konferenz werde 2019 ein Förderkonzept entwickeln, schreibt der SEK am 22. Januar. Künftig wolle man neue Orte des Glaubens identifizieren und fördern, aber auch alte Plätze umnutzen.

An der Gründerkonferenz haben Vertreter der Hilfsvereine und Landeskirchen ausserdem den Ausschuss gewählt. Stephanie Gysel (ZH), Erika Dubler (SZ), Alfred Müller (BE), David Last (GR), Andreas Hess (SH) und Peter Andreas Schneider (FR) übernehmen laut Mitteilung je für vier Jahre einen Sitz in der Exekutive. Den Vorsitz des Ausschusses hat künftig das ehemalige SEK-Ratsmitglied Daniel de Roche (BE) inne. (pd)