Kirchlicher Solidaritätsverein löst sich auf – Kirchenbund übernimmt

Die 1842 in Basel gegründete «Protestantische Solidarität Schweiz» wird aufgelöst. Der Verein unterstützt Projekte evangelischer Kirchen im In- und Ausland.


Ab 2019 übernimmt der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK) die Aufgaben des Vereins Protestantische Solidarität Schweiz (PSS). Er setzt dafür eine Konferenz ein. Der Verein wird aufgelöst, wie der SEK am 3. September in einer Mitteilung schreibt.

Der Verein PSS ist der Dachverband der kantonalen protestantisch-kirchlichen Hilfsvereine und hat zum Ziel, Kirchen in der Diaspora oder in Minderheitssituationen im In- und Ausland zu helfen. Die Konferenz PSS als Nachfolgeorganisation wird ebenfalls die zwischenkirchliche Hilfe zur Aufgabe haben.

Bündelung der Ressourcen

Der Verein PSS habe den Kirchenbund für eine längerfristige Kooperation angefragt, sagt Thomas Flügge, Kommunikationsverantwortlicher des SEK, gegenüber ref.ch. Dabei sei es unter anderem um Ressourcen in der Öffentlichkeitsarbeit und die Administration der Spendeneingänge gegangen. Man sei gemeinsam zum Schluss gekommen, dass durch die Organisation innerhalb des SEK der künftigen Solidarität unter den Kirchen besser gedient sei, als in Form eines Vereins.

Älteste Kollekte bleibt bestehen

Die Konferenz PSS wird die vom Verein seit 1897 erhobene, jährliche Reformationskollekte übernehmen. Sie ist die älteste und einzige in allen evangelisch-reformierten Landeskirchen der Schweiz gleichzeitig erhobene Kollekte.

Die PSS wurde 1842 in Basel als «Protestantisch-kirchlicher Hülfsverein» gegründet. 2007 wurde der Verein in die «Protestantische Solidarität Schweiz» umbenannt. Nach 176 Jahren endet nun die Vereinsgeschichte der PSS. (dem)