Pfarrer findet über 21’000 Euro auf dem Altar

In einer evangelischen Kirchgemeinde in Bayern hat der Pfarrer insgesamt 21'600 Euro gefunden. Das Geld war in Kuverts verpackt und auf dem Altar platziert worden. Da sich bis heute niemand meldete, darf die Kirchgemeinde das Geld behalten.


Die evangelische Paulanergemeinde im ostbayerischen Amberg darf sich über einen unverhofften Geldsegen freuen: Im August hatte der Pfarrer auf dem Altar sechs weisse Kuverts mit insgesamt 21’600 Euro gefunden. Sieben Monate später ist klar, dass die Gemeinde das Geld behalten darf. Niemand habe die Summe vermisst oder beim Fundamt abgeholt, sagte Pfarrer Joachim von Kölichen am 8. März dem Evangelischen Pressedienst. Die Summe sei jetzt auf das Gemeindekonto überwiesen worden.

Am 22. August hatte er das Geld beim Absperren der Kirche gefunden. Im ersten Kuvert seien 100-Euro-Scheine gewesen, im zweiten 200er- und 500er-Scheine. «Dann bin ich leicht in Panik verfallen, weil ich dachte, eine so hohe Summe kann nur kriminelle Hintergründe haben», sagt Von Kölichen. Er brachte das Geld zur Polizei. Da die Ermittlungen aber ins Leere verliefen, ging das Geld ans Fundamt. Nachdem ein halbes Jahr niemand einen Verlust angezeigt hatte, wurde das Geld an die Gemeinde überwiesen. In der nächsten Sitzung des Kirchenvorstands soll entschieden werden, wofür das Geld verwendet wird. (epd/bat)