Open Doors: 2015 wurden mehr Christen verfolgt

Gemäss des «Weltverfolgungsindex 2016» der Organisation Open Doors sind Übergriffe und Diskriminierungen gegen Christen auch 2015 gestiegen. Open Doors hat den Index am 13. Januar veröffentlicht.


Der Index werde zum vierzehnten Mal in Folge von Nordkorea angeführt, wie Open Doors schreibt. Gefolgt werde Nordkorea von Irak, Eritrea, Iran, Afghanistan, Syrien, Pakistan, Somalia, Sudan, Iran, Libyen, Jeman und Nigeria.

Der radikale Islam sei die Hauptursache für die Verfolgung von Christen in 35 der 50 aufgeführten Länder, heisst es. Weitere Faktoren seien religiöser Nationalismus, diktatorische Regimes, post-kommunistischer Atheismus, innerethnische Spannungen, mafiöse Systeme oder organisiertes Verbrechen.

2015 hat Open Doors 7’100 Fälle dokumentiert, in denen Christen wegen ihres Glaubens getötet wurden. Im Vorjahr seien es noch 4’344 gewesen. Im Untersuchungszeitraum seien 2’406 Kirchen zerstört oder stark beschädigt worden, gegenüber 1’062 im Jahr davor.

Im Index 2016 seien mit Niger auf dem 49. bzw. Bahrain auf dem 48. Rang zwei neue Länder erschienen. In Sri Lanka habe sich dagegen die Situation verbessert.