Verfolgte Christen: 1. Platz für Nordkorea

Unterdrückung, Arbeitslager, Misshandlungen: In keinem Staat werden Christen so stark verfolgt wie in Nordkorea.

die Flagge Nordkoreas
Die Flagge Nordkoreas: Das kommunistische Land verfolgt Christen nach wie vor am stärksten. (Bild: Public Domain)

Wie aus dem am 7. Januar vom christlichen Hilfswerk Open Doors veröffentlichten «Weltverfolgungsindex 2015» hervorgeht, sind 70’000 Christen in dem abgeschotteten kommunistischen Land in Lagern interniert. Dort seien sie schwerster Arbeit und Folter ausgesetzt. Zum 13. Mal in Folge setzte die Organisation Nordkorea deshalb auf den ersten Platz ihres jährlich erscheinenden Indexes. Nach Schätzungen von Open Doors sind weltweit rund 100 Millionen Christen wegen ihres Glaubens Repressalien ausgesetzt. In dem Ranking folgt Somalia auf dem zweiten Platz. Im Irak (3.) und in Syrien (4.) litten Christen besonders unter der Herrschaft der Terrormiliz «Islamischer Staat», hiess es. Islamischer Extremismus sei in den meisten der 50 aufgeführten Länder ein Grund der Verfolgung.

Rangliste nicht instrumentalisieren

«Die Verfolgung von Christen hat sich nach unseren Beobachtungen auch im Berichtszeitraum für den Weltverfolgungsindex 2015 weiter verstärkt», sagte der Leiter von Open Doors, Markus Rode. Die Rangliste solle aber nicht in der Debatte um die Stellung des Islam in Deutschland instrumentalisiert werden, warnte er. Für den Index werden die Lebensumstände von Christen in Zusammenarbeit mit Menschenrechtsexperten, Wissenschaftlern und Betroffenen beurteilt.(sda/dpa)