Mission 21: Hilfe für Gewaltopfer in Nigeria

Mission 21 verstärkt die Hilfe für Opfer von religiös motivierter Gewalt in Nigeria. Wenn es die Sicherheitslage zulässt, wird noch in diesem Jahr ein ökumenischer Mitarbeiter in den afrikanischen Staat entsandt. Dies teilte das Missionswerk am Montag, 31. März, mit.


Die christlich-muslimische Initiative «Lifeline Compassionate Global Initiatives» in Nigeria begleitet Opfer von religiös motivierter Gewalt. So erhalten beispielsweise Witwen Kleinkredite zum Start einer Einkommen schaffenden Tätigkeit oder Waisenkinder werden beim Schulbesuch oder bei einer Berufsausbildung unterstützt. Gemäss Mitteilung möchte Mission 21 die «interreligiöse Friedensinitiative» künftig stärker finanziell und mit Know-how unterstützen.

Im März habe ein Mitarbeiter des Missionswerkes diese Initiative besucht und mit den Verantwortlichen ein neues Kooperationsprogramm für 2015 bis 2018 ausgearbeitet, heisst es in der Mitteilung. Das Programm sehe die Entsendung eines ökumenischen Mitarbeiters ins östliche Zentralnigeria vor. Dieser solle die Kapazitätsentwicklung vorantreiben sowie Schulungen in Projektmanagement und Fundraising anbieten. Eine Entsendung sei nur dann vorgesehen, wenn es die Sicherheitslage zulasse.

Im Februar 2015 finden in Nigeria Präsidentschaftswahlen statt. Die islamistische Gruppierung Boko Haram setze Gewalt gezielt ein, um die jetzige Regierung unter dem Christen Jonathan Goodluck zu destabilisieren, schreibt Mission 21 unter Berufung auf ihre nigerianischen Partner. Mit einem Ende der Gewalt nach den Wahlen sei nicht zu rechnen.

«Lifeline Compassionate Global Initiatives» ist aus der Friedensarbeit mit der «Kirche der Geschwister» hervorgegangen. Nach eigenen Angaben unterstützt Mission 21 seit 1959 diese nigerianische Partnerkirche, die 1923 als baptistische Friedenskirche gegründet wurde. Sie hat heute rund eine Million Mitglieder.