Die GMS glaube nicht, dass der Entscheid des Schlieremer Parlaments Zukunft habe, wie es in einer Mitteilung vom 5. Juli heisst. In einer Gesellschaft, die stolz auf ihren Individualismus sei, könne es keine Uniformität nach dem Tod geben. Integration bedeute nicht die totale Angleichung und den Verzicht auf religiöse und kulturelle Wertvorstellungen. Auch von einer rechtsgleichen Behandlung könne in keiner Weise gesprochen werden, wenn eine Friedhofverordnung nur den religiösen Bedürfnissen von Christen entspreche, nicht aber den Bedürfnissen einer anderen Religionsgemeinschaft von öffentlicher Bedeutung.
Der Islam sei in der Schweiz längst angekommen und ist heute im Begriff, zu «verschweizern». Das zeige sich auch in der Praxis der muslimischen Grabfelder, die auf öffentlichen Friedhöfen in Basel, Luzern, Winterthur und Zürich eingerichtet wurden: «Hier wurden zukunftsfähige Kompromisse gefunden zwischen den religiösen Geboten des Islams und den Anforderungen an einen städtischen Friedhof.» Die Schweizer Muslime hätten das Ihrige beigetragen zu dieser Integration. Darum werde sich die GMS auch für die Schaffung muslimischer Grabfelder auf öffentlichen Friedhöfen einsetzen.