Auch bekannte Politiker nahmen an den Ostermessen teil – teils unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen. In Moskau rief Patriarch Kirill die Gläubigen zum vereinten «Schutz ihrer Heimat» auf. Wenn sich «Millionen Herzen» vereinten, um die Heimat und die «hohen Ideale und Werte» zu verteidigen, dann seien Wunder möglich, sagte der Oberhirte der etwa 100 Millionen russisch-orthodoxen Christen.
Kremlchef Wladimir Putin, der mit Regierungschef Dmitri Medwedew zur Ostermesse in die Christus-Erlöser-Kathedrale in Moskau gekommen war, würdigte in einem Telegramm an die Patriarchen der russisch-orthodoxen Kirche weltweit die «prägende Rolle» des Glaubens in der Gesellschaft.
In der Ukraine nahm Staatschef Petro Poroschenko mit seiner Frau Marina und seinen Kindern in Kiew an den Ostfeierlichkeiten teil, wie die Präsidialverwaltung mitteilte.
Wunder des «Heiligen Feuers»
In Jerusalem feierten mehr als Zehntausend orthodoxe Christen am Ostersamstag das Wunder des «Heiligen Feuers». Bei der Zeremonie wird eine Kerze an einem Licht entzündet, das nur zu Ostern in der Grabeskirche erscheinen soll. Der Überlieferung zufolge soll das Licht die Gläubigen an die Gegenwart Jesu erinnern.
In Ägypten begingen knapp neun Millionen koptische Christen das orthodoxe Osterfest. Papst Tawadros II. zelebrierte am späten Samstagabend in der Kairoer Markus-Kathedrale die Ostermesse. Sondereinheiten der Polizei sicherten das Gotteshaus. Der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi pflegt ein vertrauliches Verhältnis zum Papst der Kopten. (sda)