Mehrheit der Gläubigen in den USA befürwortet Homo-Ehe

Die Zustimmung der Religionsgruppen zu gleichgeschlechtlichen Ehen ist in den USA laut einer Studie in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen. Am auffallendsten zeigt sich dies bei den moderaten weissen Protestanten.

58 Prozent der US-Amerikaner sind für die rechtliche Gleichstellung der Homo-Ehe. Seit 2015 ist sie in den USA legal. (Bild: public domain)

Angehörige aller Religionsgruppen mit Ausnahme der weissen Evangelikalen, der Mormonen und der Zeugen Jehovas befürworten in der Mehrheit die rechtliche Gleichstellung der Homo-Ehe, wie das Meinungsforschungsinstitut «Public Religion Research Institute» ermittelte. 61 Prozent der weissen Evangelikalen lehnen die Homo-Ehe ab.

Laut der am Mittwoch vorgestellten Studie zeigen sich bei den weissen moderaten «Mainline»-Protestanten deutliche Veränderungen: 63 Prozent dieser Gläubigen seien für die Zulassung der Homo-Ehe, verglichen mit 36 Prozent im Jahr 2003. Zu den «Mainline»-Christen zählen die Anglikaner, Presbyterianer, Lutheraner und Methodisten.

Umfrage bei 40‘000 US-Amerikanern

62 Prozent der Katholiken seien für gleichgeschlechtliche Eheschliessungen sowie 73 Prozent der Juden, 85 Prozent der Buddhisten und 78 Prozent der US-Amerikaner ohne religiöse Bindung. 44 Prozent der Muslime seien dafür und 41 Prozent dagegen. Schwarze Protestanten seien gespalten (45 Prozent dafür und 45 Prozent dagegen). Insgesamt befürworteten 58 Prozent der US-Amerikaner die rechtliche Gleichstellung der Homo-Ehe. Im Jahr 2015 hätten 53 Prozent diese Auffassung vertreten.

Die Erhebungen zur Homo-Ehe sind Teil eines Forschungsprojektes, bei dem das «Public Religion Research Institute» von Mai 2016 bis Januar des laufenden Jahres 40‘000 US-Amerikaner zu Weltanschauungs- und Wertefragen interviewt hat. (epd)