Maturaarbeit zum Thema Flucht gewinnt Religionspreis

Für ihre Arbeit über Fluchtbewegungen und –erfahrungen erhält eine Gymnasiastin aus Beromünster den Luzerner Religionspreis 2018.


Unter dem Titel «Der Flucht ein Gesicht verleihen» hat Anaïs Treadwell eine Maturarbeit verfasst, die nun von der Theologischen Fakultät Luzerns prämiert wurde. Treadwell erinnere daran, dass Fluchtbewegungen historisch eher die Regel als die Ausnahmen seien. In mitten der politisch aufgeladenen Diskussion um Flüchtlinge präsentiere Treadwell einen multiperspektivischen Zugang zum Thema, begründet die Jury am 19. Juni die Auszeichnung.

In ihrer Arbeit blickt die Schülerin aus Beromünster auf die heutien Verhältnisse und Fluchtursachen in Syrien und Afghanistan sowie diejenigen in Ostpreussen und im Baltikum nach dem Zweiten Weltkrieg. Dabei porträtiert sie auch Einzelschicksale. Die Autorin verleihe mit ihrer Arbeit der Flucht ein Gesicht und werfe die Frage nach anderen historischen Fluchtsituationen auf, schreibt die Jury weiter.

Menschen, Politik und Freiwilligenarbeit

Das Thema Flucht hat beim Religionspreis 2018 dominiert. Fast die Hälfte der eingereichten Arbeiten haben sich direkt oder indirekt mit dem Thema beschäftigt. Es wurden historisch-politische Zusammenhänge aufgearbeitet, es gab Arbeiten über Flüchtlinge in der eigenen Altersgruppe oder Arbeiten über das Engagement von Freiwilligen.

Die Theologische Fakultät der Universität Luzern vergibt den Religionspreis seit 2006 jährlich in Zusammenarbeit mit dem Religionswissenschaftlichen Seminar. Er ist mit 500 Franken dotiert. (pd)