USA

Kundgebungen gegen Trump und Musk

In mehr als tausend Orten in den USA haben am Wochenende Menschen gegen die Regierung demonstriert. Allein in der Hauptstadt Washington folgten dem Aufruf «Hände weg!» Zehntausende Menschen.

Rednerinnen und Redner warnten an den Demonstrationen in den USA vor Autokratie und kritisierten einen «Frontalangriff auf unsere Regierung, unsere Wirtschaft, unsere Grundrechte», wie es im Aufruf hiess. Trumps willkürliche Massenentlassungen und Kürzungen im Regierungshaushalt hätten nicht die Unterstützung der Mehrheit der Bevölkerung. «Demokratie ist nicht käuflich», stand unter anderem auf den Schildern der Protestierenden.

Dutzende Verbände für soziale Gerechtigkeit, Demokratie und Bürgerrechte sowie grosse Gewerkschaften hatten zu den Kundgebungen aufgerufen. Trump wolle den Eindruck vermitteln, dass es keine Alternative gebe gegen seine Vorhaben, sagte die Exekutivdirektorin des Bürgerverbandes «Move On», Rahna Epting.

Auch die Kirchen beteiligen sich an den Protesten. So sprach die Pfarrerin  Mariama White-Hammond in Boston vor Tausenden Menschen. Sie sagte laut «NBC News» unter anderem: «Mit ‘Wir das Volk’ sind alle gemeint». Der demokratische Kongressabgeordnete Jamie Raskin sagte, Bürgerinnen und Bürger könnten den Autoritarismus stoppen. Gerichte hätten zahlreiche Trump-Programme gebremst.

Die presbytarianische Kirchgemeinde Central in Atlanta öffnete ihre Räume, um Transparente zu malen und Demonstrierende zu beherbergen. Gemeindemitglieder verteilten Mineralwasser am Demonstrationsumzug und nahmen selbst an den Protesten teil.

Zur Teilnehmerzahl liegen keine gesicherten Angaben vor. «Individisible», eine der grössten Anti-Trump-Organisationen, teilte mit, sie habe mit Hunderttausenden Teilnehmern gerechnet. Gekommen seien Millionen. Weitere Kundgebungen sind für den 1. Mai geplant. Medienberichten zufolge war Trump am Samstag nicht im Weissen Haus. Seine Pressesprecherin Karoline Leavitt sagte der Zeitung «USA Today», Demonstrationen und Zivilklagen würden den Präsidenten nicht von seinem Kurs abbringen. (epd/ dst)

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