Kreationismus: Waadt will Gesetz über Privatschulen revidieren

Zurzeit gibt es gemäss Regierungsrat keine ausreichende gesetzliche Handhabe, um den Kreationismus stärker zu kontrollieren, der an Waadtländer Privatschulen unterrichtet wird. Eine Gesetzesrevision sei aber in Angriff genommen worden.

Kreationismus: Kein Platz für Dinosaurier.
Kreationismus: Kein Platz für Dinosaurier. (Bild: public domain)

Dies antwortete der waadtländische Regierungsrat auf die Interpellation eines Kantonsrats, wie die Agentur protestinfo am 6. November berichtete. In christlichen Waadtländer Privatschulen werde gemäss Regierungsrat tatsächlich Kreationismus gelehrt. Dies geschehe gesetzeskonform, und deshalb könne man es den Privatschulen nicht verbieten.

Der Regierungsrat betont allerdings, dass das entsprechende Gesetz geändert werden müsse, damit klarere Vorgaben bestehen, was an Privatschulen gelehrt werden dürfe. Dies im Hinblick auf jene Schulen, bei denen die Gefahr bestehe, dass sie Theorien lehren, die nicht wissenschaftlich begründet sind.

Gemäss der Antwort des Regierungsrats seien bei zwei von drei christlichen Privatschulen Lehrmittel im Gebrauch gewesen, bei denen eine Vermischung zwischen Kreationismus und Evolutionstheorie bestehe. Diese Schulen hätten sich inzwischen verpflichtet, die Lehrmittel nicht mehr zu benützen.