Genf will gegen Kreationismus-Unterricht vorgehen

Das Erziehungsdepartment des Kantons Genf will zwei evangelikale Schulen inspizieren, in denen die Entstehung der Welt nach kreationistischen Vorstellungen gelehrt wird.


Diesen Entscheid fällt gemäss Presseberichten die Vorsteherin des Departements, Staatsrätin Anne Emery-Torracinta. Das Departement betont, dass der Kreationismus keine wissenschaftliche Grundlage habe und die Evolutionslehre zurückweise. Der Kreationismus habe nichts in den Schulen zu suchen. Das Internetportal «Protestinfo» hat kürzlich geschrieben, dass in der Westschweiz sieben evangelikale Schulen, davon zwei in Genf, den Kreationismus auf ihrem Lehrplan hätten.

Die Kreationisten vertreten die Ansicht, dass das Universum und auch der Mensch durch einen unmittelbaren Eingriff eines Schöpfergottes geschaffen worden sind. Die Evolutionslehre gründe dagegen auf einer gültigen wissenschaftlichen Grundlage und werde darum in den Schulen gelehrt, erklärte Soledad Valera-Kummer, Co-Präsidentin der Vereinigung der Biologielehrer, gegenüber der Westschweizer Zeitung «La Tribune de Genève» von Donnerstag, 31. Januar. Der Kreationismus dagegen finde seine Basis im Glauben.

Eine deutsche Übersetzung des Beitrags von «Protestinfo» erscheint am 7. Februar in der «Reformierten Presse».