Kosovo: Kinder im Zirkusfieber dank Heks

Ende September hat das Heks eine Zirkuswoche in Kosovo durchgeführt. Ziel: Kinder aus verschiedenen ethnischen Hintergründen zusammenbringen und das gegenseitige Verständnis fördern. Der Anlass war ein voller Erfolg und soll nächstes Jahr wieder durchgeführt werden.

Ein Mädchen wird für die Zirkusvorführung geschminkt.
Ein Mädchen wird für die Zirkusvorführung geschminkt. (Bilder: Heks/Flavia Meyer)

Seit dem Kriegsende 1999 ist die Lage in Kosovo zwischen Albanern, Serben und Roma immer noch angespannt. Ziel der dortigen Arbeit des Hilfswerks der Evangelischen Kirchen Schweiz Heks ist, Bildung und Integration von Roma-Kindern in Schulen zu fördern. Interkulturelle Aktivitäten sollen es den Kindern ermöglichen, die jeweils andere Kultur besser kennenzulernen.

In diesem Rahmen organisierte das Heks zusammen mit dem Schweizer Zirkus Lollypop ein einwöchiges Zirkusprojekt in der Roma-Siedlung Gracanica. Mit Kindern aus unterschiedlichen ethnischen Hintergründen erarbeitete man gemeinsam eine Zirkusvorführung. Auf spielerische Weise sollten damit Vorurteile abgebaut und Toleranz gefördert werden.

  • Üben, üben, üben.

Mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen gelang es dem achtköpfigen Zirkusteam, Zugang zu den Kindern zu finden. Das anfänglich chaotische Treiben im Zirkuszelt legte sich von Tag zu Tag, und das geplante Programm nahm Form an.

Die Kinder lernten neue Kunststücke und studierten gemeinsam Nummern ein. Höhepunkt war die Vorstellung am Ende der Woche. Geschminkt und kostümiert führten die Kinder im vollen Zirkuszelt eine eindrückliche Show vor. «Das Projekt ist ein voller Erfolg. Die Kinder überwinden ihre Grenzen, schliessen Freundschaften und entdecken neue Fähigkeiten. Aber das Schönste ist zu beobachten, wie viel Spass sie dabei haben», meinte eine begeisterte Helferin. Nächstes Jahr wird das Projekt fortgesetzt.